Kfd-Wanderung zum Steinbildhauer Lutterbeck 

 

Petrus hatte es gut mit den 25 Frauen gemeint, die sich am Samstagnachmittag auf Einladung der Frauengemeinschaft zu einem Spaziergang rund um Everswinkel aufgemacht hatten. Bei trockenem Wetter brachen die Teilnehmerinnen „auf Schusters Rappen“ zu einem Rundgang durchs Dorf auf.

Ziel war in diesem Jahr die Werkstatt des Steinmetz- und Bildhauermeisters Stefan Lutterbeck, bekannt durch seine zahlreichen Kunstwerke im Dorf. Für die Gäste der kfd öffnete er an diesem Nachmittag seine Werkstatt und erläuterte anhand von Exponaten viele interessante Aspekte und Details seiner langjährigen Tätigkeit.

Seit inzwischen 50 Jahren begeistert er sich noch immer für die Arbeit mit dem Material Stein in seiner großen Vielfalt, wobei die Gestaltung von Grabsteinen vielen als erstes präsent ist. Hier sucht er stets den persönlichen Kontakt zu den Hinterbliebenen, um Genaueres über Wesen, Interessen und Vorlieben des Verstorbenen zu erfahren. Nur so ist eine ganz individuelle Gestaltung des Grabmals möglich ist, wie er an einigen Beispielen eindrucksvoll veranschaulichte. Allerdings macht das Gestalten von Grabsteinen nur einen kleinen Teil des breiten Spektrums seines Berufes aus. Dazu gehören das Restaurieren und Kopieren alter Skulpturen. Dazu gab es detaillierte Erläuterungen durch den Fachmann an Beispielen aktueller Werkstücke zu den Vorgehensweisen der Punktiertechnik im Gegensatz zur Abgusstechnik. Mit viel Herzblut beteiligt sich Stefan Lutterbeck zudem regelmäßig an der alljährlichen Krippenausstellung im Museum „Religio“ in Telgte, wo er bereits mehrfach für seine Kreationen geehrt wurde. Aktuell präsentiert er in der St. Magnus-Kirche eine Ausstellung biblischer Frauengestalten auf Stelen, verteilt im Kirchenraum.

Für die Frauengemeinschaft bedankte sich Margarete Wernsmann, die den Ausflug vorbereitet hatte, für die informativen Ausführungen bei Stefan Lutterbeck, der für jede Teilnehmerin noch ein kleines selbstgestaltetes Herz als Präsent bereit hielt. 

Den Abschluss der Winterwanderung bildete ein gemütliches Kaffeetrinken im HdG, wo bereits ein liebevoll gedeckter Kaffeetisch auf die Ausflüglerinnen wartete. Bei Kaffee und Kuchen entwickelten sich schnell lebhafte Gespräche zum Ausklang eines gelungenen Ausflugs.