Hinter den Brettern der Welt

 

Wer möchte nicht einmal auf den Brettern stehen, die sprichwörtlich die Welt bedeuten? 25 Frauen aus Everswinkel waren der Einladung der Katholischen Frauengemeinschaft gefolgt und konnten sich am vergangenen Freitag diesen Traum erfüllen. „Bühne frei!“, hieß es für Besucherinnen des Stadttheaters in Münster.

 

 

Am Bühneneingang erwartete Peter Jahreis die Frauen, um sie in humoristischer Art durch „sein“ Theater zu führen, an dem er fast 50 Jahre als Sänger, Schauspieler, Regisseur und Werbeleiter engagiert war. Mit Begeisterung schilderte er die Anfänge des 1956 gebauten Großen Hauses, errichtet auf den Ruinen des alten Rombergschen Hofes, dessen Reste auch heute noch auf dem Freifoyer zu sehen sind und dem Theater einen ganz besonderen Charme verleihen. 1971 wurde schließlich das Kleine Haus eröffnet, das nochmals 320 Gäste fasst.

Peter Jahreis führte die Everswinklerinnen durch die Räumlichkeiten vor und hinter der Bühne, von der Tonkabine über die Garderobenräume der Schauspieler bis hin zu den Räumen mit über 30.000 Kostümen, die dort fein säuberlich sortiert aufbewahrt werden. Auf der Bühne des Großen Hauses fühlten sich jedoch nicht alle Besucherinnen wohl, bot sich ihnen doch ein imposanter Ausblick in das 956 Plätze umfassende Theaterrund. Mit seinem informativen Vortrag und seinen anekdotenreichen Erinnerungen an verschiedene, später berühmt gewordene Künstler, wie Marika Röck, Elisabeth Flickenschild, Ilse Werner, Mary Roos oder Robert Atzorn war dem erfahrenen Theatermann die Aufmerksamkeit Everswinkler Gäste stets sicher.

An diese Führung schloss sich am Abend ein gemütliches Beisammensein mit Imbiss in einer nahegelegenen Pizzeria an, bevor die Ausflüglerinnen mit vielen neuen Eindrücken die Heimreise antraten.