Vortragsabend zu einer bemerkenswerten Frau des 20. Jahrhunderts

 

Helene Weber – eine beeindruckende Frau, die ihr Leben unbeirrt von politischen Irrungen und Wirrungen konsequent und zielstrebig verfolgt hat. Das Leben dieser bemerkenswerten Frau rückte Stefanie Pfennig, Theologin und Mitarbeiterin am Haus der Familie in Warendorf, kürzlich im Rahmen einer Vortragsveranstaltung der KFD Everswinkel in den Blickpunkt.

 

Stefanie Pfennig

 

Die Referentin verstand es, mit ihrer textlich und bildlich anschaulichen Präsentation die Gäste des Abends zu fesseln. Kenntnisreich und zugleich mit einem Augenzwinkern führte sie die Zuhörerinnen und Zuhörer in die geschichtliche Wirklichkeit von Kaiserreich, Weimarer Republik sowie der beiden Weltkriege ein, eine Zeit, in der Helene Weber politisch aktiv an der Gestaltung der Gesellschaft mitwirkte. Als Zentrumabgeordnete setzte sich unermüdlich immer wieder für die Gleichberechtigung der Frauen sowie für soziale Fragen der Gesellschaft in den verschiedensten politischen Gremien ein.

Nach dem 2. Weltkrieg nahm sie die politische Arbeit ohne zu zögern wieder auf und gilt mit fünf weiteren Frauen als eine der „Mütter des Grundgesetzes“. Basis ihrer gesamten Arbeit in Bildungswesen, Frauenbewegung und Politik war stets ihr christliches Weltbild, wie der Vortrag Stefanie Pfennigs deutlich machte. Die Gäste nahmen im Anschluss an ihre Ausführungen die Gelegenheit zu Rückfragen und weiterführender Diskussion gern war. Denn die von Helene Weigel bereits in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts in den Blick genommenen Themen sind großenteils noch heute auf der politischen Agenda.